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Meine Putzkiste



Hier könnt ihr sehen, was alles in eine Putzkiste gehört.


Pferde können sehr unterschiedlich sein, manche sind kitzelig und mögen die harten Bürsten nicht besonders und andere mögen es, wenn man sie mit dem Striegel durchmassiert, oft besonders dort, wo die Pferde nur schlecht hinkommen, wie z.B. die Kruppe.

 Zum Putzen wird das Pferd aus der Box geholt und mit einem Pferdeknoten am Putzplatz angebunden. Wie der Knoten gemacht wird, ist weiter unten im Text erklärt.  BEVOR man das Pferd aber aus der Box holt, werden die Hufe ausgekratzt, damit man den Mist nicht unterwegs verteilt. Beim Putzen, nie genau hinter dem Pferd stehen, falls es mal tritt.

Und das Putzen sollte zügig und gründlich gemacht werden.

 

 

putzkiste

1. Striegel aus Plastik

2. Striegel aus Metall

3. Nadelstriegel

4. Zwei Kardätschen

5. Wurzelbürste für das Fell

6. Wurzelbürste für die Hufe

7. Huffett mit Pinsel 

8. Mähnenkamm

9. Zwei Schwämme

10. Schweißmesser

11. Lappen

12. Hufauskratzer

Den Striegel aus Metall oder Plastik benutzt man, um groben Schmutz zu entfernen. Man macht dazu kreisende Bewegungen entgegen der Fellrichtung. Mit dem Metallstriegel     muss man sehr vorsichtig sein, denn an vielen Stellen liegt gleich der Knochen unter dem Fell und dort verursacht das kräftige Aufdrücken Schmerzen.

Der Nadelstriegel ist aus Plastik mit vielen einzelnen Nadeln, er sieht fast aus, wie eine Haarbürste. Man benutzt ihn um Schmutz und lose Haare zu entfernen.

Die Kardätsche ist eine weiche Fellbürste, mit der man das Fell in Wuchsrichtung bürstet und bei jedem mal die Kardätsche an einem Striegel abstreift, damit der Staub abgeht. Sie macht das Fell glatt und glänzend. Eine kleine Kardätsche kann man zum Putzen des empfindlichen Kopfes benutzen.

Die Wurzelbürste nimmt man auch, um groben Schmutz zu entfernen. Idealerweise hat man zwei - eine für das Fell und eine für die Hufe.

Das Huffett sollte man auf den sauberen nicht ganz trockenen Huf auftragen, erst innen und dann außen. Dann sind nicht die Hände voll mit Fett. Es gibt auch noch Huföl und Hufteer, sowie verschiedene Hufgels.

Den Mähnenkamm nimmt man, um die Mähne durchzukämmen. Bitte nicht für den Schweif verwenden, der wird mit der Hand verlesen, das heißt, dass das Stroh per Hand entfernt wird, Strähne für Strähne. So zieht man nicht so viele Schweifhaare raus.

Von den Schwämmen sollte man einen für das Gesicht und einen für das After haben. Am Besten verschiedene oder man kennzeichnet sie, damit keine Keime übertragen werden, z.B. vom After ins Auge, was dann zu einer Entzündung führt.

Das Schweißmesser benutzt man, um einem sehr nass geschwitzten Pferd den Schweiß vom Fell abzuziehen. Man nimmt es aber auch, wenn man sein Pferd nass gemacht hat, und das Wasser abziehen möchte.

Ein Lappen ist immer sinnvoll, z.B. um nochmal zum Schluss den Kopf abzuwischen.

Mit dem Hufauskratzer macht man den Huf von Innen sauber. Jedoch kratzt man nicht, sondern reinigt die Hufstrahle von Mist, Sand oder Dreck. Man sollte, vor allem bei Pferden ohne Hufbeschlag, auf kleine Steine achten, denn diese können ein Hufgeschwür verursachen. Deshalb immer vor und nach dem Reiten, sowie vor und nach der Weide oder Paddock, die Hufe reinigen.

Mit dem Federstriegel kann man besonders während des Fellwechsels große Mengen an Haaren herausbürsten. Gut kann man auch sehr dreckige Pferde damit putzen.

Anbinden

Mit dem Pferdeknoten, oder auch Sicherheitsknoten genannt, bindet man sein Pferd am Putzplatz an. Wenn man am Ende des Strickes zieht, so geht der Knoten leicht auf, falls das Pferd mal in Panik gerät und schnell losgebunden werden muss. Hier ist ein Beispiel, wie man anbinden kann.

Wenn man an einer Stange anbindet, so kreuzt man den Strick vorher, das verhindert ein Verrutschen, falls das Pferd daran zieht. Beim Anbinden am Ring, wird der Strick nur durchgezogen

Der Teil des Strickes, der nicht zum Pferdekopf geht, wird zu einer Schlaufe gemacht und über den Strickteil, der zum Pferd geht gelegt....

......und durchgezogen.
Durch diese entstandene Schlaufe wird dann wieder eine Schlaufe gezogen, bis der Strick zu Ende ist.

Siehe Fotos unten.

Der Abstand vom Pferd zum Knoten sollte nicht zu kurz sein, da manche Pferde sich dann eingeengt fühlen und Panik bekommen. Auch sollte er nicht zu groß sein, damit das Pferd nicht über den Strick tritt. Es kommt also auch immer auf die Größe des Vierbeiners an.

 

Wichtig ist auch, dass nie an der Trense angebunden wird, denn dann ist die Verletzungsgefahr am Maul viel zu groß, falls die Pferde in Panik am Strick ziehen.

 

Und bitte auch nie den Strick um das Handgelenk wickeln, ein davon stürmendes Pferd hält man nicht fest, es hat viel zu viel Kraft, man bekommt höchstens eine Verletzung an der Hand oder am Arm. Also im Zweifelsfall lieber loslassen.